Ein seit 1595 bestehendes Know-how…

Die Exzellenz der Rochefort-Biere resultiert aus dem reichen Wissen der Mönche, das sie im Laufe der Jahrhunderte erworben haben.

Das Kloster wurde 1230 gegründet und die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über die Brautradition stammen aus dem Jahr 1595.

Zu dieser Zeit folgten die Mönche der Regel des Heiligen Benedikt „Ora & Labora“: „Gebet und Arbeit“. Diese Regel verlangt von ihnen, dass sie ein Leben im Gleichgewicht zwischen Gebet und Arbeit, insbesondere der Arbeit mit ihren Händen, führen. Die Mönche beschäftigen sich daher vor allem mit Landwirtschaft und Bergbau: Sie bauten verschiedene Mineralien ab, vor allem Blei und Eisen.

Eine Legende besagt sogar, dass Hoffnung bestand, dort Gold zu finden. Die Hoffnung war nicht ganz aus der Luft gegriffen, denn beim Aushöhlen des Hügels entsprang der Fluss Tridaine. Kennern zufolge ist es sein Wasser, das dem Bier seinen einzigartigen Geschmack verleiht. Das Gold war also tatsächlich vorhanden, jedoch in einer Form, die auf die klösterliche Alchemie wartete.

4 Jahrhunderte Landwirtschaft und Abbau

Fast vier Jahrhunderte lang waren die Landwirtschaft und der Abbau im Marmorsteinbruch die Haupteinnahmequellen der Abtei. Die schönsten Marmorstücke aus der Abtei sind noch heute im Petersdom in Rom und im Schloss von Versailles zu sehen. Auch die Herstellung von Bier war Teil der Arbeit der Mönche: Es wurde aufgrund seiner nahrhaften Eigenschaften einfach als „flüssiges Brot“ getrunken.

Seit ihrer Gründung musste die Abtei verschiedene Konflikte und Unglücksfälle bewältigen: die Französische Revolution, Plünderungen, Brände, Kriege, Epidemien … Trotz dieser Prüfungen hat die Abtei stets mit Mut und Ausdauer standgehalten. Aus ihrer Geschichte leitet sich ihr Motto „Curvata resurgo“ ab, was so viel bedeutet wie „Gebeugt richte ich mich auf“. Dieses Motto wird von drei starken Symbolen begleitet: eine Rose für die Nächstenliebe, ein Stern für die Hoffnung und eine Palme für den Glauben.

1789 Französische Revolution

Die Französische Revolution im Jahr 1789 hatte schwerwiegende wirtschaftliche Auswirkungen auf die Klöster in Europa. Während dieser Zeit flüchteten die Mönche vor den französischen Truppen und ließen das Kloster zurück, das später an Weltliche verkauft wird. Fast ein Jahrhundert lang erlitt das Kloster Schäden und Plünderungen, darunter auch die Zerstörung der ursprünglichen Kirche.

Als die Mönche 1887 zurückkehrten, errichten sie wieder eine Kirche und eine Brauerei. Da die wirtschaftliche Lage des Klosters schwierig war und die Erträge aus der Landwirtschaft nicht ausreichten, um die Bedürfnisse der Gemeinschaft zu decken, beschlossen die Ordensleute ab 1910, ihr Einkommen durch die Vermarktung von Bier aufzubessern.

Die Kathedrale des Bieres

Im Jahr 1952 befand sich die landwirtschaftliche Aktivität immer noch im Niedergang. Die Mönche beschlossen daraufhin, die Brauerei zu professionalisieren und sich ganz auf sie zu konzentrieren. Eine neue Brauerei entstand 1960. Sie wird auch als „Kathedrale des Bieres“ bezeichnet. Ihre Buntglasfenster und Kupferkessel machen die Brauerei weltweit berühmt. Professor De Clerck und die Abtei von Chimay beteiligen sich mit ihrem Wissen und wertvollen Ratschlägen an dem Projekt.

Es war in dieser Zeit, dass die Rochefort 6, 10 und 8 nacheinander auf Basis der bereits bestehenden Rezepte entstanden.

2020: ein neuer Kurs

Im Jahr 2020 geht die Brauerei einen neuen Weg. Sie rüstet sich mit einem brandneuen, hochmodernen Sudhaus aus. Ein brautechnisches Juwel, das Technik und Prozessoptimierung vereint und ganz dem Dienst an der Bierqualität gewidmet ist. Die Brauerei setzt sich auch für eine nachhaltige Entwicklung ein, indem sie ihren Wasser- und Energieverbrauch senkt und gleichzeitig durch die Installation von Sonnenkollektoren grünen Strom erzeugt.
Nach 60 Jahren treuer Dienste wird die Kathedrale des Bieres in ihren wohlverdienten Ruhestand entsendet. Sie wird nur noch als Zeugnis des Brauerei-Erbes der Abtei erhalten bleiben.

Dank des neuen Brauhauses kann die Brauerei ihr Sortiment ergänzen und das Triple Extra, das einzige helle Rochefort-Bier, auf den Markt bringen.

Qualität und Authentizität

Die Abtei hat die Qualität und Authentizität ihrer Produkte immer hoch geschätzt. Unsere hochwertigen Biere sollen mit Weisheit und Nüchternheit genossen werden. Seit jeher achtet die Abtei sehr sorgfältig auf die Auswahl ihrer Lieferanten, ihrer Rohstoffe und ihrer hochwertigen Produktionsanlagen und fördert dabei die lokale Wirtschaft.
Um die Exzellenz zu erhalten und gleichzeitig unsere traditionellen Werte zu respektieren, findet jeden Freitag eine Verkostung in Anwesenheit eines Mönchs statt, bevor unsere Biere in die ganze Welt versendet werden.
Die Biere aus Rochefort werden nur in begrenzter Menge hergestellt, um die klösterlichen Werte und die Tradition zu ehren.